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Greifswald Deutscher Wortschatz
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​​​​​​​Greifswald (niederdeutsch Griepswold) ist die Kreisstadt des Landkreises Vorpommern-Greifswald im Nordosten von Mecklenburg-Vorpommern.

Greifswald (niederdeutsch Griepswold) ist die Kreisstadt des Landkreises Vorpommern-Greifswald im Nordosten von Mecklenburg-Vorpommern.[2] Die Universitäts- und Hansestadt liegt an dem in die Ostsee mündenden Fluss Ryck am Greifswalder Bodden zwischen den Inseln Rügen und Usedom.

Am 14. Mai 1250 wurde Greifswald das Lübische Stadtrecht verliehen. Die 1456 gegründete Universität Greifswald mit rund 10.000 Studenten und rund 6000 Beschäftigten ist die nach Rostock zweitälteste Universität im Ostseeraum.

Die Stadt hat 59.282 Einwohner (31. Dezember 2020) und ist damit die viertgrößte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns. Zusammen mit Stralsund bildet Greifswald eines der vier Oberzentren des Landes. Die Universitätsstadt ist Mitglied im länderübergreifenden Bund der Euroregion Pomerania.

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Die schwedische Herrschaft in Pommern, Greifswald und auf Rügen Im Jahre 1627 wurde auch Pommern in den 30 jährigen Krieg verwickelt. Die kaiserlichen Truppen unter Wallenstein rückten ins Land ein. Nur die Stadt Stralsund widerstand den Belagerern, die ganze Landstriche verwüsteten. Die Stadt Greifswald, einst eine wohlhabende und bedeutende pommersche Hansestadt, geriet 1627 mit der Besetzung durch kaiserliche Truppen in die Wirren des Dreißigjährigen Krieges. Natürlich wurde die Bevölkerung nicht geschont, etwa zwei Drittel der Bewohner in Pommern verloren ihr Leben. Am 26. Juni 1630 landete Gustav II. Adolf mit 15000 Soldaten in Peenemünde auf der Insel Usedom. 1631 rückten schwedische Truppen in die Stadt Greifswald ein. Der schwedische König Gustav II. Adolf wurde in Greifswald als Befreier und Retter des Evangeliums empfangen. Trotz Hilfsmaßnahmen der schwedischen Regierung für die Stadt und ihre Universität hatte Greifswald unter den Kriegsfolgen zu leiden. Im Westfälischen Frieden fiel 1648 mit Vorpommern auch Greifswald an Schweden. Im Verlauf des Krieges besetzten die Schweden ganz Pommern, sie blieben bis zum Ende des Krieges auf deutschem Boden siegreich. 1637 starb mit Herzog Bogislaw XIV. in Stettin das pommersche Fürstenhaus der Greifen aus, damit endete die pommersche Eigenstaatlichkeit. Schweden weigerte sich nun, das Land den erbberechtigten brandenburgischen Kurfürsten zu übergeben. Im Friedensvertrag von Osnabrück 1648 erhielt Schweden dann in der Tat Vorpommern mit Rügen und einem Teil Hinterpommerns zugesprochen. Schweden hat allerdings zu keiner Zeit den Versuch unternommen, den Pommern die schwedische Sprache und Kultur aufzuzwingen. Die Verwaltung lag fast ausschließlich in den Händen von Einheimischen. Nach dem Edikt von Potsdam 1685 nahm auch Schwedisch - Pommern französische Glaubensflüchtlinge (Hugenotten) auf, diese führten unter anderem den Tabakanbau im Land ein. Seit 1616 litten die Bauern in Pommern immer mehr unter der Leibeigenschaft, viele kleine Bauernhöfe verschwanden von der Landkarte. Es kam zum sogenannten "Bauernlegen". Schweden befand sich seit dem 31. Oktober 1805 mit Frankreich im Kriegszustand. König Gustav IV. Adolf erließ am 30. April 1806 eine Verordnung über die Errichtung einer pommerschen Landwehr im Kriegsfalle. Ernst Moritz Arndt hatte im Auftrage der Regierung an dieser Verordnung mitgearbeitet. Napoleon leitete im Sommer 1806 mit seinem Sieg in der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation ein. Nun war auch die deutsche Reichszugehörigkeit von Schwedisch - Pommern unmittelbar vom Krieg betroffen. In dieser Situation entschloß sich der schwedische König Gustav IV. Adolf, Schwedisch - Pommern in vollem Umfang an Schweden anzugliedern. Es sollte eine schwedische Provinz werden. Die Niederlage Preußens in der Schlacht von Jena und Auerstedt führte jedoch zur Besetzung Pommerns durch die Franzosen, sie nahmen Greifswald im Januar 1807 ein. Zu den Verbündeten Napoleons gehörte auch das Land Mecklenburg. Es stellte einen Teil der Besatzungstruppen in den eroberten Gebieten. Am 24. Mai 1809 überschritt Ferdinand von Schill mit seinen Truppen die Grenze zu Schwedisch - Pommern. Bereits einen Tag später gelang es ihm, die Stadt Stralsund einzunehmen. Diese Erfolge erregten großes Aufsehen. Einige königstreue Anhänger in Schweden glaubten, daß Schill mit seinen Truppen nach Schweden übersetzen wollte, um den einige Zeit vorher gefangen- genommenen König zu befreien. Am 31. Mai 1809 kam es zum Entscheidungskampf in Stralsund, Schill unterlag einer großen französischen Übermacht, er selbst wurde schwer verwundet und starb. Aufgrund des Friedensvertrages von 1810 zwischen Frankreich und Schweden wurde Pommern wieder unter die Herrschaft der Schweden gestellt. Doch erst im Zuge der Befreiungskriege 1813-1815 wurde Pommern endgültig von den Franzosen befreit. Als Ergebnis des Wiener Kongresses 1815 trat Schweden Vorpommern und Rügen an Dänemark ab, das es im Austausch gegen das Herzogtum Lauenburg für 3,5 Millionen Taler den Preußen überließ. Erstmals seit 1637 war Pommern wieder geeint! (Geschichte Pommern)

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   浪漫主义时代德国的主要风景画家。出生东德的格拉夫瓦尔德,是靠近波罗的海。1794年他到哥本哈根学院求学,他学会将如画般的美景,壮丽的暴风雨和 山脉景色以现代方式表现。在求学期间,他也发明出用细密轮廓来描绘图画的方法。1798年他迁至德累斯顿,后来在这里度过余生。起初以画他的故乡‘波罗的 海 ’而著名,这些大部分深褐色的单色画,完全能发挥新古典主义对结构的强调。同时,他也发展出一种能谨慎控制灯光效果的方法,大部分是模糊的夜间的效果。他 开始尝试以宗教和全国性主题为风景画题材,如《枯橡树的夏景》。1816年他进入德累斯顿学院,开始放弃僧侣、废墟及其它戏剧性主题。他采用鲜绿和兰色以 表达自然主义。他极力反对以科学分析自然景象。他是一位孤独寂寞的人,然而他的艺术表现确实有重要性,后来成为“象征主义”绘画者灵感的来源。

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