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Dragostea din tei ist ein Lied der moldauischen Pop-Gruppe O-Zone und deren erfolgreichste Single. Komponist und Texter des Songs ist der Bandleader Dan Bălan.

 

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Gedruckt wurde schon vor Gutenberg per Holzdruck. Hierbei wurde Papier auf den bearbeiteten und mit Farbe versehenen Holzstock gelegt und abgerieben - ein aufwendiges und langwieriges Verfahren.

edruckt wurde schon vor Gutenberg per Holzdruck. Hierbei wurde Papier auf den bearbeiteten und mit Farbe versehenen Holzstock gelegt und abgerieben - ein aufwendiges und langwieriges Verfahren.

Grundgedanke der Erfindung Gutenbergs war die Zerlegung des Textes in alle Einzelelemente wie Klein- und Großbuchstaben, Satzzeichen, Ligaturen und Abkürzungen, wie sie aus der Tradition der mittelalterlichen Schreiber allgemein üblich waren. Diese Einzelelemente wurden als seitenverkehrte Lettern in beliebiger Anzahl gegossen, schließlich zu Wörtern, Zeilen und Seiten zusammengefügt. Urform oder Prototyp für jeden Buchstaben war der Stempel.

In die Stirnseite eines Stahlstifts wurde das Zeichen geschnitten, so dass sich ein seitenverkehrtes präzises Relief ergab. Nun wurde der jeweilige Stempel, die Patrize, in einen rechteckigen Block aus weicherem Metall, in der Regel wohl Kupfer, "abgeschlagen", d. h. senkrecht mit dem Schlag eines Hammers eingetieft. Die so erzeugte Matrize musste nachbearbeitet und begradigt werden, so dass eine rechtwinkliger Kubus mit geraden Seiten entstand. Das seitenrichtige Bild sollte eine einheitliche Tiefe haben, weshalb die Oberfläche mit einer Feile bearbeitet wurde.

Um den Guß einer Letter zu bewerkstelligen, entwickelte Gutenberg das Handgießinstrument. Zwei Teile umschließen einen rechteckigen Gießkanal, dessen eines Ende durch Einsetzen der Matrize verschlossen wurde. Nach dem Guß der Lettern im Handgießinstrument musste der Angusszapfen entfernt werden.

Jede Letter hatte eine "Sollbruchstelle", so dass alle Lettern automatisch die gleiche Höhe erhielten. Das Handgießinstrument, der bedeutendste Teil der Erfindung, ermöglichte es, im schnellen Wechsel die jeweils benötigten Mengen an unterschiedlichsten Lettern zu gießen. Das Gussmetall war eine Legierung aus Blei, Zinn und weiteren Beimischungen, die ein schnelles Erkalten und eine ausreichende Dauerhaftigkeit unter dem hohen Druck der Presse gewährleistete.

Die Druckerpresse, die gegenüber dem bis dahin bekannten Reiberdruck eine enorme Beschleunigung des Druckvorgangs bewirkte, war eine Spindelpresse mit spezieller Ausrüstung für die effektive und gleichmäßige Übertragung des Druckbildes von der Form auf das Papier oder auch das Pergament. (Quelle:https://gutenberg.de/erfindung/index.php)

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Goethes Italienische Reise ist eine der berühmtesten Reisebeschreibungen der Literaturgeschichte.

"Goethe in der Campagna"  Gemälde des Goethe-Freundes Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, 1786

Im achtzehnten Jahrhundert existierte noch kein "Tourismus" im heutigen Sinne. Reisen war gefährlich, jederzeit musste man mit Straßenräubern rechnen. Die Straßen waren oft in einem miserablen Zustand, besonders bei Regen, und verursachten bei den Kutschen immer wieder Achsbrüche und andere Unfälle. Ins Ausland zu fahren war besonders schwierig, denn sehr wenige beherrschten eine Fremdsprache. Die Reisen dauerten sehr lang, in einer Woche schaffte man vielleicht 400-500 km und nur die Reichen konnten sich einen derartigen Luxus erlauben.

Im Mittelalter waren es zuerst die Händler, die weite Reisen unternahmen; sie mussten es tun, um zu kaufen und zu verkaufen. Dann kamen die Pilger hinzu, die nach Rom wanderten - oft zu Fuß - um einen Sündenablass zu erreichen. Und schließlich die Schriftsteller, Maler und Architekten die bei ausländischen Meistern lernen wollten oder im Ausland künstlerische Inspiration suchten. Dürer zum Beispiel ging nach Holland und nach Italien, um dort zu lernen. Der reiche Bankier Fugger schickte seinen Sohn nach Venedig, damit er das italienische Bankensystem kennen lernen konnte. Italienische Maler und Architekten kamen nach Deutschland, um für deutsche Fürsten und Kaiser Aufträge auszuführen. Der kleine Mozart fuhr mit seinem Vater durch Europa, unter anderem auch durch Italien, um bekannt zu werden. Man reiste also aus Gründen der Arbeit und des Studiums.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurde es in vielen reichen Familien Deutschlands, Englands und Frankreichs eine Gewohnheit, die heranwachsenden Söhne auf eine Art Bildungsreise nach Italien zu schicken, um die traditionelle Erziehung durch Privatlehrer zu Hause zu ergänzen. Obwohl in jener Zeit auch die ersten Urlaubsorte entstanden (meist Kurorte) wo sich die Reichen zur Erholung trafen, blieb eine Reise immer eine sehr kostspielige, langwierige und nicht ungefährliche Angelegenheit. 95% der einfachen Leute verließen praktisch nie den Ort, wo sie geboren waren und wo sie lebten und arbeiteten.

Die Reise Goethes war eine Art Flucht. Die Arbeit als Minister in Weimar hatte seine literarische Kreativität blockiert. Er fühlte die Notwendigkeit eines radikalen Tapetenwechsels. Italien, genauer gesagt das klassische Italien der griechisch-römischen Kultur, war schon seit der Kindheit sein Traum gewesen, und er hoffte, dass eine solche Umgebung zu seiner künstlerischen Wiedergeburt führen würde.

Er bereite diese Flucht im Geheimen vor, niemand sollte wissen, wann und wohin er abreisen würde. Am 3. September 1786, um 3 Uhr in der Nacht, fuhr er mit der Postkutsche ab, ohne sich von irgendjemandem verabschiedet zu haben. Anfangs reiste Goethe unter falschem Namen, er wollte nicht erkannt werden. Er wollte Italien genießen, ohne jemandem darüber Rechenschaft ablegen zu müssen. Für lange Zeit wusste niemand, wo er war, weder seine Mutter noch seine engsten Freunde hatten Nachrichten von ihm. 

Was Goethe in Italien suchte, war nicht so sehr das Italien von Michelangelo und Leonardo, der Malerei und der Architektur der Renaissance und des Barock. In Florenz hält er sich beim ersten Besuch gerade mal 3 Stunden auf und in Rom schläft er beim Besuch der Sixtinischen Kapelle ein. Die politische Situation Italiens war ihm völlig gleichgültig. Giotto hat er nie gesehen, Bernini wird in seinem Italienbuch nie erwähnt. Goethe suchte das Altertum, und als er in Verona zum ersten Mal ein Monument des römischen Altertums sah, die Arena, war er glücklich. In Rom fühlte er sich sofort wie zu Hause, als ob er nie woanders gelebt hätte.

Ursprünglich sollte die Reise einige Monate dauern, am Ende waren es fast zwei Jahre. Es war weniger eine Reise, es war ein Leben in Italien, und je länger er dort blieb, desto mehr entspannte er sich, desto mehr begann er sich auch für das Alltagsleben in Italien zu interessieren. Goethe veränderte sich, und man kann eine bemerkenswerte Tatsache beobachten: er, der in der Vergangenheit unzählige Liebesgedichte und Erzählungen voll von Liebesleidenschaft geschrieben hat, erst hier in Italien, im Alter von 37 Jahren, entdeckt er wirklich die Liebe, die sinnliche, körperliche.

Er malte und zeichnete unaufhörlich (er brachte ungefähr tausend Zeichnungen und Aquarelle zurück nach Weimar), er begann wieder zu schreiben und kreativ zu werden. Das Tagebuch dieser Reise, das er erst 1829 veröffentlichte, ist ein schönes, aber ungewöhnliches Buch. Es ist weniger eine Beschreibung des Landes, es ist vielmehr eine Beschreibung der Eindrücke, die es ihm vermittelt, Eindrücke von den Menschen und von der Kultur. Wenn man dieses Buch liest, versteht man mehr über Goethe als über Italien. Aber dennoch ist es auch ein Buch über Italien, aber über ein Goethesches Italien, über sein idealisiertes Italien, das nur er so erleben und beschreiben konnte.

Der klassische Ausdruck der deutschen Italien-Sehnsucht:

Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,
Im dunklen Laub die Goldorangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht,
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
Möcht ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn!

Die zweite Reise nach Italien:

Alle späteren Versuche Goethes, die einzigartige und stimulierende Erfahrung der ersten Reise zu wiederholen, sind gescheitert. Auf der zweiten Reise kam er nur bis Venedig, aber dieses Mal sah er nicht mehr die klassischen Ideale, sondern nur noch den Schmutz und die Unordnung des öffentlichen Lebens. Sein Bedürfnis nach Ausbruch aus dem Alltagsleben war nicht mehr stark genug.

Goethe während seines zweiten Italien-Aufenthalts:

Noch ist Italien, wie ich's verließ, noch stäuben die Wege,
Noch ist der Fremde geprellt, stell er sich, wie er auch will.
Deutsche Rechtlichkeit suchst du in allen Winkeln vergebens,
Leben und Weben ist hier, aber nicht Ordnung und Zucht;
Jeder sorgt nur für sich, ist eitel, misstrauet dem andern,
Und die Meister des Staats sorgen nur wieder für sich.
Schön ist das Land! doch ach! Faustinen find ich nicht wieder.
Das ist Italien nicht mehr, das ich mit Schmerzen verließ.

 

Goethes Reise nach Italien - Etappe für Etappe:

Goethes Reise nach Italien dauerte fast zwei Jahre, vom 3. September 1786 bis zum 18. Juni 1788, genauer gesagt ein Jahr, neun Monate und fünfzehn Tage. Die meiste Zeit verbracht er in Rom, der erste Romaufenthalt dauerte vier Monate, der zweite fast zehn Monate.

Goethes Reise nach Italien    
   
   
   
   
   
   
1  Karlsbad
2  München
3  Brenner
3. September 1786
6. - 7. September
8. September
4  Trient
5  Verona
6  Vicenza
7  Padua
8  Venedig
10. - 11. September
14. - 18. September
19. - 25. September
26. - 27. September
28. September - 14. Oktober
9  Bologna
10  Florenz
11  Rom
18. - 20. Oktober
23. Oktober
29. Oktober 1786 - 22. Februar 1787
12  Neapel
13  Palermo
14  Agrigent
15  Catania
25. Februar - 29. März
2. - 18. April
23. - 27. April
1. - 5. Mai
16  Neapel
17  Rom
14. Mai - 3. Juni
6. Juni 1787 - 24. April 1788
18  Siena
19  Florenz
20  Bologna
21  Mailand
22  Como
27. April
29. April - 11. Mai
12. Mai - 21. Mai
22. Mai - 27. Mai
28. Mai
23  Konstanz
24  Nürnberg
25  Weimar
3.- 10. Juni
13. - 16. Juni
18. Juni 1788

(Quelle: https://www.reise-nach-italien.de/goethe-italien1.html)

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Goethe in Vicenza Vicenza ist die Stadt, die Goethe nach Rom am meisten interessierte.

 

Die Reise Goethes nach Italien (September 1786 - Juni 1788) war eine Art Flucht. Die langjährige Arbeit als Minister in Weimar hatte seine literarische Kreativität blockiert und er fühlte die Notwendigkeit eines radikalen Tapetenwechsels. Italien war schon seit der Kindheit sein Traum gewesen, und er hoffte, dass eine solche stimulierende Umgebung zu seiner künstlerischen Wiedergeburt führen würde.

Was Goethe in Italien suchte, war nicht so sehr das Italien von Michelangelo und Leonardo, der Malerei und der Architektur der Renaissance und des Barock. Goethe suchte das klassische Italien der griechisch-römischen Kultur und als er in Verona zum ersten Mal ein Monument der römischen Antike sah, die Arena, war er glücklich. Und in Rom fühlte er sich sofort wie zu Hause, als ob er nie woanders gelebt hätte.

Die Stadt, die Goethe nach Rom am meisten beeindruckte, war Vicenza, mehr noch als Venedig und Florenz. Acht Tage hält er sich in Vicenza auf, vom 19. September bis zum 25. September 1786. Was ihn hier besonders faszinierte, waren die Bauwerke von Andrea Palladio (1508-1580), dem wichtigsten norditalienischen Renaissance-Architekten, der die Ideen eines strengen klassizistischen Ideals vertrat und die Baukunst des antiken Roms als Vorbild für sich betrachtete. In seinen Tagebuchaufzeichnungen schreibt Goethe:

"Vor einigen Stunden bin ich hier [in Vicenza] angekommen, habe schon die Stadt durchlaufen, das Olympische Theater und die Gebäude des Palladio gesehen. Man hat ein sehr artiges Büchelchen mit Kupfern zur Bequemlichkeit der Fremden herausgegeben mit einem kunstverständigen Texte. Wenn man nun diese Werke gegenwärtig sieht, so erkennt man erst den großen Wert derselben; denn sie sollen ja durch ihre wirkliche Größe und Körperlichkeit das Auge füllen und durch die schöne Harmonie ihrer Dimensionen nicht nur in abstrakten Aufrissen, sondern mit dem ganzen perspektivischen Vordringen und Zurückweichen den Geist befriedigen; und so sag' ich vom Palladio: er ist ein recht innerlich und von innen heraus großer Mensch gewesen."

Von allen Bauwerken von Palladio hat ihm besonders die Villa Almerico Capri (auch "La Rotonda" genannt) gefallen.

Die Villa Almerico Capra liegt auf einer Anhöhe am südlichen Stadtrand von Vicenza, von hier aus hat man einen wunderbaren Rundblick über die Stadt Vicenza und die umliegende Landschaft. Ihr Bau wurde von Almerico Capra, einem reichen vicentinischen Kardinal in Auftrag gegeben, der der Intrigen und Machtspiele der römischen Kurie überdrüssig geworden war und der hier in Ruhe seinen Lebensabend verbringen wollte.

Palladio begann 1550 mit den Entwürfen, der Bau erfolgte allerdings erst um 1570. Nach dem Tod von Palladio (1580) nahm Vincenzo Scamozzi, ein anderer berümter vicentinischer Architekt, noch einige Änderungen vor, besonders die Kuppel wurde flacher gestaltet.

Normalerweise strebte Palladio immer die Harmonie von Form und Funktion eines Gebäudes an, bei der Villa La Rotonda ging die Form allerdings eindeutig vor der Funktion. Wichtiger als der praktische Nutzen des Hauses war für Palladio in diesem Fall wahrscheinlich die Schaffung eines idealen Gebäudes, dessen Ästhetik den römischen Vorbildern ähneln sollte.

Der Grundriss der Villa ist quadratisch und alle vier Fassaden sind absolut identisch: ein klassischer Portikus mit sechs ionischen Säulen und einem Dreiecksgiebel. Auch die vier Treppenaufgänge sind identisch, das gesamte Gebäude ist perfekt symmetrisch angelegt. Darüber eine flache Kuppel.

Goethe war von Palladio begeistert. In ihm sah er den Erneuerer der Antike, der ihm das Altertum erschließen sollte. Über die Villa Rotonda schreibt er:

"Heute besuchte ich das eine halbe Stunde von der Stadt auf einer angenehmen Höhe liegende Prachthaus, die Rotonda genannt. Es ist ein viereckiges Gebäude, das einen runden, von oben erleuchteten Saal in sich schließt. Von allen vier Seiten steigt man auf breiten Treppen hinan und gelangt jedesmal in eine Vorhalle, die von sechs korinthischen Säulen gebildet wird.

Vielleicht hat die Baukunst ihren Luxus niemals höher getrieben. Der Raum, den die Treppen und Vorhallen einnehmen, ist viel größer als der des Hauses selbst; denn jede einzelne Seite würde als Ansicht eines Tempels befriedigen. Inwendig kann man es wohnbar, aber nicht wohnlich nennen. Der Saal ist von der schönsten Proportion, die Zimmer auch; aber zu den Bedürfnissen eines Sommeraufenthalts einer vornehmen Familie würden sie kaum hinreichen. Dafür sieht man es auch in der ganzen Gegend von allen Seiten sich auf das herrlichste darstellen. Die Mannigfaltigkeit ist groß, in der sich seine Hauptmasse zugleich mit den vorspringenden Säulen vor dem Auge der Umherwandelnden bewegt, und die Absicht des Besitzers ist vollkommen erreicht, der ein großes Fideikommißgut und zugleich ein sinnliches Denkmal seines Vermögens hinterlassen wollte.

Und wie nun das Gebäude von allen Punkten der Gegend in seiner Herrlichkeit gesehen wird, so ist die Aussicht von daher gleichfalls die angenehmste. Man sieht den Bachiglione fließen, Schiffe von Verona herab gegen die Brenta führend; dabei überschaut man die weiten Besitzungen, welche Marchese Capra unzertrennt bei seiner Familie erhalten wollte." (Quelle: https://www.reise-nach-italien.de/goethe-in-vicenza.html)

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Goethe am Gardasee Als Goethe verdächtigt wurde, ein österreichischer Spion zu sein. Auszug aus seinem Reisetagebuch.

 

Die Reise Goethes nach Italien (September 1786 - Juni 1788) war eine Art Flucht. Die langjährige Arbeit als Minister in Weimar hatte seine literarische Kreativität blockiert und er fühlte die Notwendigkeit eines radikalen Tapetenwechsels. Italien war schon seit der Kindheit sein Traum gewesen, und er hoffte, dass eine solche stimulierende Umgebung zu seiner künstlerischen Wiedergeburt führen würde.

Was Goethe in Italien suchte, war nicht so sehr das Italien von Michelangelo und Leonardo, der Malerei und der Architektur der Renaissance und des Barock. Goethe suchte das klassische Italien der griechisch-römischen Kultur und als er in Verona zum ersten Mal ein Monument der römischen Antike sah, die Arena, war er glücklich. Und in Rom fühlte er sich sofort wie zu Hause, als ob er nie woanders gelebt hätte.

Als er auf der Hinreise in Malcesine (an der Ostküste des Gardasees), das damals an der Grenze zwischen der Republik Venedig und Österreich lag, übernachtete und am nächsten Morgen die Burgruine der Stadt zeichnete, hielten ihn die Einwohner von Malcesine anfangs für einen österreichischen Spion, der mit seinen Zeichnungen im Auftrag des österreichischen Kaisers Josef II einen eventuellen Angriff vorbereiten sollte und so musste er sich vor der Bevölkerung und vor den örtlichen Autoritäten verteidigen. Zum Glück klärte sich das Missverständnis rasch auf.

Im Folgenden ein Ausschnitt aus dem Reisetagebuch von Goethe, wo er diesen Zwischenfall schildert:

13. September 1786

Heute früh um drei Uhr fuhr ich von Torbole weg mit zwei Ruderern. Anfangs war der Wind günstig, daß sie die Segel brauchen konnten. Der Morgen war herrlich, zwar wolkig, doch bei der Dämmerung still. Wir fuhren bei Limone vorbei, dessen Berggärten, terrassenweise angelegt und mit Zitronenbäumen bepflanzt, ein reiches und reinliches Ansehn geben. Der ganze Garten besteht aus Reihen von weißen viereckigen Pfeilern, die in einer gewissen Entfernung voneinander stehen und stufenweis den Berg hinaufrücken. Über diese Pfeiler sind starke Stangen gelegt, um im Winter die dazwischen gepflanzten Bäume zu decken. Das Betrachten und Beschauen dieser angenehmen Gegenstände ward durch eine langsame Fahrt begünstigt, und so waren wir schon an Malcesine vorbei, als der Wind sich völlig umkehrte, seinen gewöhnlichen Tagweg nahm und nach Norden zog. Das Rudern half wenig gegen die übermächtige Gewalt, und so mußten wir im Hafen von Malcesine landen. Es ist der erste venezianische Ort an der Morgenseite des Sees. Wenn man mit dem Wasser zu tun hat, kann man nicht sagen, ich werde heute da oder dort sein. Diesen Aufenthalt will ich so gut als möglich nutzen, besonders das Schloß zu zeichnen, das am Wasser liegt und ein schöner Gegenstand ist. Heute im Vorbeifahren nahm ich eine Skizze davon.

14. September 1786

Der Gegenwind, der mich gestern in den Hafen von Malcesine trieb, bereitete mir ein gefährliches Abenteuer, welches ich mit gutem Humor überstand und in der Erinnerung lustig finde. Wie ich mir vorgenommen hatte, ging ich morgens beizeiten in das alte Schloß, welches ohne Tor, ohne Verwahrung und Bewachung jedermann zugänglich ist. Im Schloßhofe setzte ich mich dem alten auf und in den Felsen gebauten Turm gegenüber; hier hatte ich zum Zeichnen ein sehr bequemes Plätzchen gefunden; neben einer drei, vier Stufen erhöhten verschlossenen Tür, im Türgewände ein verziertes steinernes Sitzchen, wie wir sie wohl bei uns in alten Gebäuden auch noch antreffen.

Ich saß nicht lange, so kamen verschiedene Menschen in den Hof herein, betrachteten mich und gingen hin und wider. Die Menge vermehrte sich, blieb endlich stehen, so daß sie mich zuletzt umgab. Ich bemerkte wohl, daß mein Zeichnen Aufsehen erregt hatte, ich ließ mich aber nicht stören und fuhr ganz gelassen fort. Endlich drängte sich ein Mann zu mir, nicht von dem besten Ansehen, und fragte, was ich da mache. Ich erwiderte ihm, daß ich den alten Turm abzeichne, um mir ein Andenken von Malcesine zu erhalten. Er sagte darauf, es sei dies nicht erlaubt, und ich sollte es unterlassen. Da er dieses in gemeiner venezianischer Sprache sagte, so daß ich ihn wirklich kaum verstand, so erwiderte ich ihm, daß ich ihn nicht verstehe. Er ergriff darauf mit wahrer italienischer Gelassenheit mein Blatt, zerriß es, ließ es aber auf der Pappe liegen. Hierauf konnt' ich einen Ton der Unzufriedenheit unter den Umstehenden bemerken, besonders sagte eine ältliche Frau, es sei nicht recht, man solle den Podestà rufen, welcher dergleichen Dinge zu beurteilen wisse. Ich stand auf meinen Stufen, den Rücken gegen die Türe gelehnt, und überschaute das immer sich vermehrende Publikum. Die neugierigen starren Blicke, der gutmütige Ausdruck in den meisten Gesichtern und was sonst noch alles eine fremde Volksmasse charakterisieren mag, gab mir den lustigsten Eindruck. Ich glaubte, das Chor der Vögel vor mir zu sehen, das ich als Treufreund auf dem Ettersburger Theater oft zum besten gehabt. Dies versetzte mich in die heiterste Stimmung, so daß, als der Podestà mit seinem Aktuarius herankam, ich ihn freimütig begrüßte und auf seine Frage, warum ich ihre Festung abzeichnete, ihm bescheiden erwiderte, daß ich dieses Gemäuer nicht für eine Festung anerkenne. Ich machte ihn und das Volk aufmerksam auf den Verfall dieser Türme und dieser Mauern, auf den Mangel von Toren, kurz auf die Wehrlosigkeit des ganzen Zustandes und versicherte, ich habe hier nichts als eine Ruine zu sehen und zu zeichnen gedacht.

Man entgegnete mir: wenn es eine Ruine sei, was denn dran wohl besonders scheinen könne? Ich erwiderte darauf, weil ich Zeit und Gunst zu gewinnen suchte, sehr umständlich, daß sie wüßten, wie viele Reisende nur um der Ruinen willen nach Italien zögen, daß Rom, die Hauptstadt der Welt, von den Barbaren verwüstet, voller Ruinen stehe, welche hundert- und aber hundertmal gezeichnet worden, daß nicht alles aus dem Altertum so erhalten sei, wie das Amphitheater zu Verona, welches ich denn auch bald zu sehen hoffte.

Der Podestà, welcher vor mir, aber tiefer stand, war ein langer, nicht gerade hagerer Mann von etwa dreißig Jahren. Die stumpfen Züge seines geistlosen Gesichts stimmten ganz zu der langsamen und trüben Weise, womit er seine Fragen hervorbrachte. Der Aktuarius, kleiner und gewandter, schien sich in einen so neuen und seltnen Fall auch nicht gleich finden zu können. Ich sprach noch manches dergleichen; man schien mich gern zu hören, und indem ich mich an einige wohlwollende Frauengesichter wendete, glaubte ich, Beistimmung und Billigung wahrzunehmen.

Als ich jedoch des Amphitheaters zu Verona erwähnte, das man im Lande unter dem Namen Arena kennt, sagte der Aktuarius, der sich unterdessen besonnen hatte, das möge wohl gelten, denn jenes sei ein weltberühmtes römisches Gebäude, an diesen Türmen aber sei nichts Merkwürdiges, als daß es die Grenze zwischen dem Gebiete Venedigs und dem östreichischen Kaiserstaate bezeichne und deshalb nicht ausspioniert werden solle. Ich erklärte mich dagegen weitläufig, daß nicht allein griechische und römische Altertümer, sondern auch die der mittlern Zeit Aufmerksamkeit verdienten. Ihnen sei freilich nicht zu verargen, daß sie an diesem von Jugend auf gekannten Gebäude nicht so viele malerische Schönheiten als ich entdecken könnten. Glücklicherweise setzte die Morgensonne Turm, Felsen und Mauern in das schönste Licht, und ich fing an, ihnen dieses Bild mit Enthusiasmus zu beschreiben. Weil aber mein Publikum jene belobten Gegenstände im Rücken hatte und sich nicht ganz von mir abwenden wollte, so drehten sie auf einmal, jenen Vögeln gleich, die man Wendehälse nennt, die Köpfe herum, dasjenige mit Augen zu schauen, was ich ihren Ohren anpries, ja der Podestà selbst kehrte sich, obgleich mit etwas mehr Anstand, nach dem beschriebenen Bilde hin. Diese Szene kam mir so lächerlich vor, daß mein guter Mut sich vermehrte und ich ihnen nichts, am wenigsten den Efeu schenkte, der Fels und Gemäuer auf das reichste zu verzieren schon Jahrhunderte Zeit gehabt hatte.

Der Aktuarius versetzte drauf, das lasse sich alles hören, aber Kaiser Joseph sei ein unruhiger Herr, der gewiß gegen die Republik Venedig noch manches Böse im Schilde führe, und ich möchte wohl sein Untertan, ein Abgeordneter sein, um die Grenzen auszuspähen.

»Weit entfernt«, rief ich aus, »dem Kaiser anzugehören, darf ich mich wohl rühmen, so gut als ihr, Bürger einer Republik zu sein, welche zwar an Macht und Größe dem erlauchten Staat von Venedig nicht verglichen werden kann, aber doch auch sich selbst regiert und an Handelstätigkeit, Reichtum und Weisheit ihrer Vorgesetzten keiner Stadt in Deutschland nachsieht. Ich bin nämlich von Frankfurt am Main gebürtig, einer Stadt, deren Name und Ruf gewiß bis zu euch gekommen ist.«

»Von Frankfurt am Main!« rief eine hübsche junge Frau, »da könnt Ihr gleich sehen, Herr Podestà, was an dem Fremden ist, den ich für einen guten Mann halte; laßt den Gregorio rufen, der lange daselbst konditioniert hat, der wird am besten in der Sache entscheiden können.«

Schon hatten sich die wohlwollenden Gesichter um mich her vermehrt, der erste Widerwärtige war verschwunden, und als nun Gregorio herbeikam, wendete sich die Sache ganz zu meinem Vorteil. Dieser war ein Mann etwa in den Fünfzigern, ein braunes italienisches Gesicht, wie man sie kennt. Er sprach und betrug sich als einer, dem etwas Fremdes nicht fremd ist, erzählte mir sogleich, daß er [in Frankfurt] bei Bolongaro in Diensten gestanden und sich freue, durch mich etwas von dieser Familie und von der Stadt zu hören, an die er sich mit Vergnügen erinnere. Glücklicherweise war sein Aufenthalt in meine jüngeren Jahre gefallen, und ich hatte den doppelten Vorteil, ihm genau sagen zu können, wie es zu seiner Zeit gewesen und was sich nachher verändert habe. Ich erzählte ihm von den sämtlichen italienischen Familien, deren mir keine fremd geblieben; er war sehr vergnügt, manches Einzelne zu hören, z. B. daß der Herr Allesina im Jahre 1774 seine goldene Hochzeit gefeiert, daß darauf eine Medaille geschlagen worden, die ich selbst besitze; er erinnerte sich recht wohl, daß die Gattin dieses reichen Handelsherrn eine geborne Brentano sei. Auch von den Kindern und Enkeln dieser Häuser wußte ich ihm zu erzählen, wie sie herangewachsen, versorgt, verheiratet worden und sich in Enkeln vermehrt hätten.

Als ich ihm nun die genaueste Auskunft fast über alles gegeben, um was er mich befragt, wechselten Heiterkeit und Ernst in den Zügen des Mannes. Er war froh und gerührt, das Volk erheiterte sich immer mehr und konnte unserm Zwiegespräch zuzuhören nicht satt werden, wovon er freilich einen Teil erst in ihren Dialekt übersetzen mußte.

Zuletzt sagte er: »Herr Podestà, ich bin überzeugt, daß dieses ein braver, kunstreicher Mann ist, wohl erzogen, welcher herumreist, sich zu unterrichten. Wir wollen ihn freundlich entlassen, damit er bei seinen Landsleuten Gutes von uns rede und sie aufmuntere, Malcesine zu besuchen, dessen schöne Lage wohl wert ist, von Fremden bewundert zu sein.« Ich verstärkte diese freundlichen Worte durch das Lob der Gegend, der Lage und der Einwohner, die Gerichtspersonen als weise und vorsichtige Männer nicht vergessend.

Dieses alles ward für gut erkannt, und ich erhielt die Erlaubnis, mit Meister Gregorio nach Belieben den Ort und die Gegend zu besehen. Der Wirt, bei dem ich eingekehrt war, gesellte sich nun zu uns und freute sich schon auf die Fremden, welche auch ihm zuströmen würden, wenn die Vorzüge Malcesines erst recht ans Licht kämen ... (Quelle:https://www.reise-nach-italien.de/goethe-italien1.html)

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Grammatik ist die Theorie der Sprache. Sie ist wie ein Baukasten, dessen einzelne Elemente klassifiziert werden.

Deutsche Grammatik: Verben   Deutsche Grammatik: Substantive  Deutsche Grammatik: Artikel

 


Deutsche Grammatik: Adjektive   AdverbienDeutsche Grammatik: Adverbien  Deutsche Grammatik: Präpositionen

 


Deutsche Grammatik: Pronomen  Deutsche Grammatik: Satzbau  Deutsche Grammatik: Konnektoren

Grammatik ist die Theorie der Sprache. Sie ist wie ein Baukasten, dessen einzelne Elemente klassifiziert werden.

Das Wort Grammatik kommt ursprünglich aus dem Griechischen. Gramma (γράμμα) heißt ‚das Geschriebene oder der Buchstabe‘. Unter Grammatik verstehen wir heute die Sammlung von Regeln der Struktur einer Sprache. Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du einen Fehler gemacht hast, kannst Du Deinen Deutschlehrer oder Deine Freunde fragen: „Ist das grammatikalisch richtig?“

Die deutsche Sprache gehört zur Familie der germanischen Sprachen. Andere große germanische Sprachen sind Englisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Isländisch und Niederländisch. Die deutsche Sprache hat ziemlich schwierige Regeln bei der Satzstellung, beispielsweise ändert sich die Position des Verbs abhängig davon, ob es sich um einen Nebensatz oder Hauptsatz handelt. Im Niederländischen ist das beispielsweise genauso. In der deutschen Sprache gibt es auch eine vergleichsweise große Zahl an Wortformen. Jeder, der schon länger Deutsch lernt, weiß, wovon ich spreche. Es ist ein bisschen wie Mathematik – die Endungen von Adjektiven oder Substantiven können von verschiedenen Faktoren abhängig sein: Genus + Kasus + Numerus = Endung des Substantivs + richtiger Artikel. ?

Du musst Dir keine Sorgen machen. Deutsch lernen ist gar nicht so schwierig, wie es am Anfang aussieht. Wenn man das richtige Lernsystem hat, macht das Lernen der deutschen Sprache sogar Spaß!

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